Warum brauchen wir männliche Erzieher? Artikel zum Thema

warum brauchen wir männliche erzieher?

Warum brauchen wir männliche Erzieher?

Dreieck und Fläche – warum brauchen wir männliche Erzieher?

Etwa ab dem dritten Lebensjahr spielt der Vater, das Männliche eine wichtige Rolle. Aus der zu Anfang noch eng verbundenen Beziehung zwischen Mutter und Kind wird eine Beziehung, in der eine dritte Person hinzu kommt. Diese Person vermag das eng Verbundene ein Stück weit zu lösen. Nach der Geburt, in der sich das Kind im ersten Trennungsvorgang vom Leib der Mutter löst, steht die nächste Trennung an.

Die Loslösungsprozesse vom Ganzheitlichen und von der symbiotischen Beziehung zur Mutter sind wichtig für die weitere Entwicklung des Kindes. Sie sind verlustreich, ja sogar schmerzlich. Letztendlich bereiten sie aber den Weg für die Entwicklung von Beziehungen zu Männern und Frauen.

Die männliche Energie – Väter, Begleiter und Pädagogen

Das Lineare wird zu einer Fläche. Große Energieleistungen von Mutter, Vater und Kind formen das gesamte Beziehungsgeflecht von einer Linie hin zum Dreieck. Es bedarf wie auch beim Geburtsprozess eines großen Energieaufwandes. Hier ist die väterliche, männliche Energie gefragt.

Aber, sowohl in der Familie als auch mehr noch in der Institution fehlen präsente Männer die diesen Entwicklungsschritt mit Ihren Kindern oder den Ihnen anvertrauten Kindern durchleben. Dieser Schritt ist wichtig für Mädchen und Jungen. Wird die Verbindung zu einem Dritten gesucht, steht die Verbindung zur bisherigen „ersten“ Person auf dem Prüfstand und löst sich allmählich.

Mütter und die Abgabe von Kontrolle

Einige Mütter haben in dieser Zeit Angst vor dem Verlust der Kontrolle. Das erste Mal verlieren sie Ihr Alleinstellungsmerkmal. Die Aufmerksamkeit des Kindes bezieht sich jetzt auf zwei Personen: Vater und Mutter.

Der Vater muss ganze Arbeit leisten, Energie investieren, mit dem Kind spielen und Grenzen aufzeigen. Unter Umständen riskiert er auch Konflikte mit seiner Frau. Diese muss er aushalten und sich der Herausforderung stellen. Während sich die Beziehung zur Mutter allmählich löst und weitet, wird die Beziehung zum Vater bzw. einer dritten Person aufgebaut. Danach festigt sich in der Regel die Beziehung zur Mutter wieder neu. Es entstehen gleichberechtigte Beziehungsmöglichkeiten.

Mutterbindung und die männliche Erweiterung

Letztendlich ergibt sich eine Pyramide. Die hauptsächliche Mutterbindung erfährt durch diesen aus meiner Sicht notwendigen Prozess eine wichtige Erweiterung: Männliche Sichtweisen, andere archetypische Qualitäten werden mit in das Erziehungsgeschehen eingebunden.

Fehlt dieser Prozess kann das Auswirkungen auf die Entwicklung zur Frau oder zum Mann haben. Ein Interessantes Buch zum Themenbereich ist: „Mutter ist die Best(i)e!“ von Torsten Milsch.

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